
Unsere Arbeit
Eine Strategie, die fruchtet.
Rund 1000 Hektar Ackerland und 450 Hektar Grünland bilden die Grundlage unserer Landwirtschaft. Die Böden sind so unterschiedlich wie die Kulturen, die darauf gedeihen – geformt von der letzten Eiszeit zur Endmoränenlandschaft die das Gesicht der Mecklenburgischen Schweiz bis heute prägt.
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In einer fünfgliedrigen Fruchtfolge wechseln sich über 12 verschiedene Getreide- und Leguminosenarten ab. So bleibt der Boden fruchtbar und die Pflanzen gesund, ganz ohne chemische Hilfsmittel. Ein Teil der Flächen wird zur Vermehrung von Marktfrüchten für die Saatgutherstellung genutzt. Darüber hinaus produzieren wir Getreide im Vertragsanbau für regionale Partner, etwa Hafer für Mühlen oder Gerste für Brauereien. Weitere Marktfrüchte werden über Bioland, Naturland oder Biopark als Tierfutter oder Nahrungsgetreide vermarktet.
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Aus der Mutterkuhhaltung fallen jährlich mehrere tausend Tonnen Rindermist an, die als natürlicher Dünger auf die Felder zurückkehren. Regelmäßige Bodenanalysen zeigen, was die Pflanzen brauchen – wir düngen gezielt und im richtigen Maß. Zum Erhalt einer gesunden Bodenstruktur und zur Sicherstellung einer optimalen Pflanzenversorgung.
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Nach den Hauptkulturen säen wir im August Zwischenfrüchte aus. Sie schützen vor Erosion, binden Nährstoffe und verbessern die Bodenstruktur. Auf ausgewählten Flächen schaffen Blühstreifen und mehrjährige Saaten wertvolle Rückzugsräume für Insekten und Vögel, die das ökologische Gleichgewicht unserer Felder stärken.

Unsere fleißigsten Mitarbeiterinnen.
Die Mutterkuh-Herde.
Sie sind das Herzstück unseres Hofs und leisten einen entscheidenden Beitrag zur geschlossenen Kreislaufwirtschaft: Rund 200 Mutterkühe leben extensiv in ganzjähriger Außenhaltung auf den Weideflächen rund um Barz – so, wie es ihrer Natur entspricht. Sie ziehen ihre Kälber selbst auf und bleiben sechs bis acht Monate mit ihnen zusammen. Das schafft Ruhe, Stabilität und ein starkes Immunsystem. Ein Teil der weiblichen Tiere verbleibt als Nachzucht auf dem Hof. Der Rest sowie die männlichen Tiere werden zur Weitermast oder zur Schlachtung verkauft.
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Die Mutterkuhhaltung hat auf Gut Barz Tradition: Schon in den 1980er Jahren begann das damalige Volkseigene Gut mit dem Aufbau einer Limousin-Herde – damals eine der wenigen reinrassigen Herden in der ganzen DDR. Heute weiden auf unseren Flächen neben Limousin auch Fleckvieh-, Uckermärker- und Angus-Kreuzungen. Sie pflegen die Weidelandschaften und liefern wertvollen Mist für unsere Ackerflächen – etwa 3.000 Tonnen pro Jahr.
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Unsere Beteiligung am Programm „Landwirtschaft für Artenvielfalt“, stellt dabei eine nachhaltige Bewirtschaftung sicher und fördert die Vermarktung unserer Rinder über EDEKA Nord und Biopark. Auch hier gilt: kurze Wege, transparente Herkunft und echter Respekt vor Tier und Natur.
Bio gibt Gas.
Unsere Biogasanlage.
Unsere moderne Biogasanlage leistet 150 Kilowatt und kann damit jährlich bis zu 300 Haushalte mit erneuerbarem Strom versorgen. Sie ist fester Bestandteil unseres landwirtschaftlichen Kreislaufs: Aus Pflanzenresten und Mist entsteht saubere Energie – und zugleich wertvoller Dünger für unsere Felder.
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So wird unsere Ernte doppelt wirksam: Sie liefert Energie für die Region und Nährstoffe für den Boden. Damit ist Biogas für uns kein Nebenprodukt, sondern ein Beispiel dafür, wie nachhaltige Landwirtschaft Ressourcen schont, Kreisläufe schließt und schon heute an die gesellschaftlichen Bedürfnisse von morgen denkt.


Nachhaltigkeit ohne Ende.
Unsere Kreislaufwirtschaft.
Auf Gut Barz denken und arbeiten wir im Kreislauf – so wie es die Natur vormacht. Was auf unseren Flächen wächst, dient als Futter für unsere Tiere. Aus deren Mist entsteht wertvoller Dünger, der den Boden wieder fruchtbar macht. Und aus Pflanzenresten und Gülle gewinnen wir in unserer Biogasanlage Energie.
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So bleibt alles in Bewegung: Nährstoffe, Energie und Initiative. Wir nutzen, was da ist, und geben zurück, was gebraucht wird. Ohne Umwege, ohne Verschwendung. Dieses geschlossene System ist die Grundlage unserer Arbeit und das Herzstück nachhaltiger Landwirtschaft.
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist Bio.
Unsere Qualitätsstandards.
Transparenz gehört für uns genauso zur Landwirtschaft wie Erde, Sonne und Regen. Einmal im Jahr, manchmal auch unangekündigt, wird Gut Barz von einer staatlich anerkannten Öko-Kontrollstelle geprüft. Schon seit 2003 sind wir ununterbrochen Bio-zertifiziert und werden dabei nicht nur den EU-Vorgaben gerecht, sondern auch den strengen Anforderungen von Biopark, Bioland und Naturland.
Auch unsere Handelspartner kontrollieren regelmäßig die Qualität unserer Erzeugnisse, indem sie Proben auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln untersuchen lassen. Darüber hinaus bewahren wir von jeder Lieferung, die den Hof verlässt, mindestens 1 Jahr lang sogenannte Rückstellmuster auf. Damit kann jede Charge bei Bedarf nachverfolgt und überprüft werden. Und wir können Bio-Qualität garantieren – vom Acker bis ins Regal.
